Rückblick auf Veranstaltung "Partner Circle" von Enterasys Networks: OneFabric und Wireless standen im Fokus
Enterasys Networks veranstalteten am 15. November mal wieder seinen regelmäßigen Partner Circle, zu der auch die DECOIT GmbH eingeladen war. Im Vordergrund standen dieses Mal die Entwicklungen der neuen Switching-Fabric, die WLAN-Komponenten und das Netzwerkmanagementsystem. Enterasys kooperiert zudem im Forschungsprojekt ESUKOM mit der DECOIT GmbH, weshalb man sich auch zum Thema "Konsolidierung von Metadaten" rege ausgetauscht hat.
Enterasys Networks haben mit der S-Serie in dem Fachmagazin Funkschau den Preis für den besten Switch bekommen. Bei der Befragung haben immerhin 10.000 IT-Verantwortliche mitgemacht. Zusätzlich ist Enterasys nach eigenen Angaben der einzige Netzwerkhersteller, der mit einem Wachstum von über 20% aufwarten kann. Auf dem Partner Circle wurde dabei klar, dass Technologieallianzen immer wichtiger werden, um Produkte anbieten zu können.

Zudem wurde auf technische Neuerungen aufmerksam gemacht. So gibt es jetzt eine automatische Erkennung von Voice- oder Data-Endgeräten, die es der A4-Serie ermöglicht, automatisierte Policys zu nutzen. Hingegen soll die K-Serie auf den Massenmarkt abzielen, trotz ausgereifter Funktionsmerkmale, weswegen die Preise entsprechend gesenkt wurden. Eine komplette WLAN-Integration in das aktuelle Netzwerkmanagement NMS 4.1 ist ebenfalls möglich geworden. Hier wird auch das größte Wachstum festgestellt. Besonders Krankenhäuser bauen ihre WLAN-Infrastruktur konsequent aus. Neu ist ein virtueller Controller für das WLAN, der bis zu 120 Access Points verwalten kann. Diese Lösung kann auch mit der virtuellen NAC-Lösung kombiniert werden. Enterasys ist somit in der Lage alle Bereiche eines Netzwerks anzubieten (vom Kern bis zum Netzwerkrand). Zusätzlich gibt es einige Anwendungs-Highlights. So soll das Netzwerkmanagement auch als App-Anwendung zur Verfügung gestellt werden, weil dies immer mehr von Kunden nachgefragt wird. Enterasys nutz nun auch die neuen Internet-Medien und hat daher eine Twitter-App geschrieben, bei dem sich das Netz von selbst meldet (Isaac-Lösung).
Unabhängig von den möglichen Anwendungen will man mit dem Schlagwort OneFabric eine einheitliche Architektur schaffen, die aufzeigen soll, wie ein Netzwerk heute aufgebaut wird. Dies ist laut Enterasys nötig, da die Anforderungen sich für das Netzwerk eines Unternehmens immer mehr verändern. Das Netz muss viele unterschiedliche Endgeräte managen, darunter auch private Endgeräte wie iPADs. OneFabric wird von Enterasys als Ende-zu-Ende-Ansatz gesehen. Die Bereiche Data Center, Edge und Security wächst mit dem Netzwerkmanagement zu einem System zusammen. Es wird im Grunde eine Switching Fabric in allen Switches verwendet werden, um eine homogene Hardwareplattform nutzen zu können. Vorteile gegenüber anderen Herstellern bestehen in der Security-Integration, Managementmöglichkeiten und einheitliche Fabric-Firmware. Momentan ist das Konzept OneFabric noch nicht realisiert worden, was aber in den nächsten 18 Monaten geschehen soll. Unter http://www.onefabric.net ist mehr zu erfahren. Ein deutsches Whitepaper kann auf Wunsch bei uns nachgefragt werden.

Neben einheitlichen OneFabric-Switching stand das Thema Wireless auf dem Programm. Diese Sparte wurde ursprünglich von Siemens übernommen. Über das Netzwerkmanagement Netsight kann das WLAN dabei komplett verwaltet werden. Dabei wird im WLAN-Umfeld gerade ein enormer Boom im Unternehmensumfeld (durch Smartphones, iPADs und andere neue Endgeräte) ausgelöst. Zur Verwaltung solcher Infrastrukturen wird auch die Remote-Betreuung des WLAN-Netzes immer wichtiger, was auch möglich ist durch die Enterasys-Lösung. Die Verbreitung der Konfigurationen kann durch die WLAN-Controller vorgenommen werden, die auch virtuell eingesetzt werden können. Enterasys setzt auf eine gewisse Intelligenz im WLAN-AP: es kann gefiltert werden pro Anwendung, pro Rolle/Anwender oder pro Gerätetyp. Auch ein QoS kann pro Anwendung eingestellt werden. Zusätzlich lassen sich Datenratenbegrenzungen pro Benutzer einstellen (z.B. für Gäste). Dabei können die APs auch ohne Controller weiterarbeiten, falls dieser ausgefallen sein sollte. So kann das 802.1x-Management auch direkt über die WLAN-APs erfolgen und an RADIUS weitergeleitet werden. Der Controller beinhaltet zusätzlich die WLAN-Statistiken und ermöglicht das Ausrollen zentraler Firmware-Upgrades. Die APs sind zusätzlich in der Lage Load Balancing zwischen verschiedenen APs in einem Raum anzubieten (gleichmäßige Verteilung auf die Teilnehmer). IPv6 wird nun auch in der Wireless-Welt unterstützt, wobei noch nicht alle Funktionen wie bei IPv4 möglich sind. Wireshark kann auf einer AP-Serie auch genutzt werden, zur Analyse des WLAN-Netzes. Eine automatische Antennenausrichtung zum Client kann dann ab nächstem Jahr zusätzlich erfolgen.
Das Network Management System (NMS) von Enterasys wurde abschließend präsentiert. Netsight wird demnächst nur noch NMS heißen, da daraus inzwischen eine Single Management Platform geworden ist. NMS kann inzwischen auch automatisch reagieren und ist kein reines Monitoring-System. Das Melden bei Umzügen von Rechnern/Switches wird ebenfalls automatisch generiert. Diverse Statistiken lassen sich zentral auswerten und Alarme können individuell konfiguriert werden. Weiterhin ist eine Wireless-Client-Analyse und Reports möglich. Alarme können automatisch oder manuell bestätigt werden. Zusätzlich kann nach allen Informationen über ein Netzwerkgerät gesucht werden.
Enterasys bietet einen ganzheitlichen Ansatz zum Thema Netzwerkmanagement, wie es nur wenige Hersteller im Portfolio haben. Und weitere Entwicklungen sind in der Planung. So soll das Virtual Switch Bonding bei Datacenter Switches eingeführt werden, das Core-Routing soll Layer3-Tunneling (IPv4 in IPv6, IPv6 in IPv4) ermöglichen, die Backplane-Anbindungen werden sich erhöhen und Q-in-Q VLANs wird es auch im Enterprise-Umfeld geben. Zudem wird an Shortest Path Bridging gearbeitet und OneView generiert Reports über den Werdegang eines Gerätes. Auch bei der Kooperation im ESUKOM-Projekt gibt es neues zu vermelden: die ersten IF-MAP-Implementierungen sind von Enterasys umgesetzt worden.