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DECOIT legt neuen Projektvorschlag für T.I.M.E. vor

Es beherrscht heute eine Vielzahl von mobilen Netzzugängen den Markt. Während im lokalen Umfeld Wireless LAN (WLAN) genutzt wird, werden Technologien wie GSM, GPRS und UMTS in Weitverkehrsnetzen eingesetzt. Zukünftig wird WiMax noch hinzukommen. Jedes Netz wird von unterschiedlichen Providern oder Unternehmen zur Verfügung gestellt, inkl. spezieller Dienste. Dadurch fällt es schwer diese Dienste mit in andere Netze zu transportieren oder gar persönliche Dienste zu nutzen. Selbst wenn ein Internet-Zugang in einem anderen Unternehmen frei geschaltet wird, sind Netz- und Konfigurationswissen erforderlich bzw. lassen sich nicht alle Dienste selbstverständlich nutzen (z.B. durch Einschränkung des E-Mail-Verkehrs). Zusätzlich ist eine Vielzahl von mobilen Endgeräten im Einsatz, die für unterschiedliche Anwendungen eingesetzt werden (PDA, GSM-/UMTS-Telefone, Laptops, DECT-Telefone). Diese Endgeräte konvergieren immer mehr zu Multifunktionsgeräten und könnten auch die Kommunikation mit unterschiedlichen Netzen wesentlich erleichtern. 

In dem Projekt Mobile Access via Different networks for personal mobile SERVices (MADSERV) soll die Kommunikation über verschiedene mobile Endgeräte durch unterschiedliche Mobilfunktechnologien über einen zentralen Business Communication Server (BCS) einer Unternehmenszentrale ermöglicht werden. Dies soll unabhängig von der Zugangstechnologie und den Endgeräten erfolgen. Der BCS wird in der Lage sein alle Dienste des Unternehmens für Außendienstmitarbeiter und andere mobile Standorte automatisch anzubieten, sodass der Benutzer sie direkt auswählen kann. Dies beinhaltet Druck-, Datei-, Datenbank-, Streaming-Medien- und Telefondienste. Das heißt, wenn ein Internet-Zugang über eine beliebige Netztechnologie ermöglicht wird, kann über den BCS der persönliche Dienst der Unternehmenszentrale weltweit genutzt werden. Dies geht soweit, das Voice-over-IP (VoIP) über die Zentrale verwendet werden kann, sodass der angerufene Teilnehmer glaubt er spricht direkt mit der Firmenzentrale. Der Außendienstmitarbeiter sitzt aber an einem beliebigen Ort weltweit und kann auch ein beliebiges Endgerät für die Kommunikation nutzen.

Das Projekt MADSERV soll auf der einen Seite eine Software für das Erkennen von Diensten und mobilen Zugängen sowie das Umschalten zwischen verschiedenen Wireless-Technologien (Handover) entwickeln. Auf der anderen Seite wird ein BCS entwickelt, der Dienste der Unternehmenszentrale erkennen, weiterleiten sowie autorisierten Zugang über Benutzerprofile sicherstellen kann. Dabei wird bei VoIP auch der Übergang in die ISDN-Welt ermöglicht werden.

Mit den Partnern Universität Bremen (Comnets) und Busch & Häger hat man einen Projektvorschlag definiert, welcher einen Business Communication Server (BCS) für eine Unternehmenszentrale beinhaltet, der die Bündelung der Kommunikation von außen nach innen sowie zwischen der Firmenzentrale und mobilen Außenstellen oder Mitarbeitern ermöglichen soll. Zusätzlich soll der BCS über spezielle Profile jedem Benutzer seine persönlichen Dienste anbieten, sodass er diese auch über externe Mobil- oder Festnetze erreichen kann. Dabei findet die Kundenkommunikation immer mit der Firmenzentrale statt und wird über den BCS an den entsprechenden Teilnehmer weitergeleitet. Zum Kunden hin wird ebenfalls über die Zentrale kommuniziert, ohne dass die mobile Rufnummer des Teilnehmers erscheint. Ziel ist es für Sprache VoIP auszunutzen – ohne teure GSM- oder ISDN-Tarife zu verwenden – und auch andere Dienste einfach und ohne Konfigurationsaufwand anzubieten. Die untere Abbildung zeigt das Anwenderszenario von MADSERV exemplarisch.  

Hinzu kommt, dass der Anwender durch die Softwarelösung auf den mobilen Endgeräten in die Lage versetzt werden soll beliebige Trägernetze wie GPRS, UMTS, WLAN zu verwenden, ohne dass er komplizierte Einstellungen vornehmen muss. Die Software ist auch in der Lage zwischen den Mobilfunknetzen umzuschalten und nimmt die sichere Kommunikation zum BCS auf. Mögliche Handovers werden eingeplant und sollen „seamless“ integriert werden.

Als Basis-Lösung im BCS wird auf Open Source Software (OSS) gesetzt, um zukünftig keine Lizenzen beim Kunden anfallen zu lassen und aufgrund vorhandener Firmenausrichtung. So könnten zukünftig weitere Dienste mit integriert werden, wie die Groupware OSGA (http://www.decoit.de/osga/), die bereits entwickelt wurde.

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