DECOIT® gewinnt neues Forschungsprojekt TRUST-FUTUR
Die DECOIT® hat ein neues Forschungsprojekt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im 8. Energieforschungsprogramm gewonnen, das am 01. Oktober 2026 seine Arbeit aufnehmen wird. Das Projekt „Future-Proof Trust in Real and Simulated Industry 4.0 and Smart Energy Systems“ (TRUST-FUTUR) wird sich mit zentralen Risiken der externen Fertigung, mögliche Schutzmaßnahmen, Krypto-Agilität und Post-Quanten-Kryptografie (PQC) befassen. Die Arbeiten werden auf dem laufenden Projekt TRUSTnet aufbauen, dass im September endet, und drei Jahre andauern. Die DECOIT® wird erneut den Konsortialführer stellen und sich mit der Weiterentwicklung ihres SIEM-Systems in diesem Industriekontext befassen.
Die Fertigung und Provisionierung von Hardware bei externen Produzenten birgt Risiken für die IT-Sicherheit. Dies trifft insbesondere auf ressourcenbeschränkte eingebettete Systeme (sog. Constraint Devices) zu. Im Kontext von Internet-of-Things (IoT) und Industrie 4.0 sind solche Geräte allgegenwärtig und essenzielle Bestandteile vernetzter Systeme. Dazu gehören auch industrielle IoT-Sensoren, die z. B. in Form intelligenter Stromzähler über Gateways in übergeordnete Netze eingebunden werden. Auch ermöglichen solche Systeme die Echtzeitüberwachung und Steuerung von Produktionsprozessen.
Gateways dienen als Knotenpunkte, die Sensor- und Steuerdaten aggregieren und zwischen Feldgeräten und übergeordneten Systemen oder Cloud-Plattformen vermitteln. Alle an der Kommunikationskette beteiligten Komponenten sind durch ihren Einsatz in den Sektoren Energie, IT und Telekommunikation Bestandteil der kritischen Infrastruktur (KRITIS) und erfordern daher besondere Schutzmaßnahmen.
Neben der direkten Manipulation besteht die Gefahr des unerlaubten Nachbaus von Geräten. In Ländern mit weniger strengen Vorschriften zum Schutz geistigen Eigentums, also insbesondere im außereuropäischen Ausland, ist es nicht unüblich, dass Baupläne, Platinen-Layouts oder Firmware für illegale Kopien oder Konkurrenzprodukte verwendet werden. Hierbei ist es kritisch für den Entwickler, solche Nachbauten zu erkennen und als potentiell unsichere Knotenpunkte nicht auf die eigene Infrastruktur zugreifen zu lassen.
Durch die zunehmende Globalisierung der Lieferketten und die Abhängigkeit von Fertigungspartnern außerhalb der eigenen Einflusszone wird dieses Problem weiter verschärft. Eine lokale Fertigung ist aus Gründen der finanziellen Konkurrenzfähigkeit oftmals keine Alternative. Unternehmen müssen daher Strategien entwickeln, um ihre Geräte während des gesamten Produktions- und Provisionierungsprozesses gegen Manipulation und unautorisierten Nachbau abzusichern.
Diesen Themen will sich das Projekt TRUST-FUTUR stellen, das die Partner Siemens AG, Fraunhofer SIT, Lobaro GmbH, Hochschule Bremen und DECOIT® GmbH & Co. KG mit an Bord hat, um eigene Provisionierungslösungen zu entwickeln. Als assoziierte Partner sind swb Erzeugung GmbH, SWO Netz GmbH und KUNBUS GmbH mit dabei, da sie an den Ergebnissen im größten Maße interessiert sind. Haben Sie ebenfalls Interesse an diesen Themen? Wir halten Sie in unserem Newsletter weiterhin auf dem neusten Stand!
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