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28.10.2026

DECOIT® gewinnt Ausschreibung zur Entwicklung modularer DAP-Komponenten

Die DECOIT® unterstützt das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (Leibniz-IWT) bei der Digitalisierung experimenteller Prozesse und der dabei entstehenden Daten. Hierzu soll eine sog. Data Acquisition Pipeline (DAP) weiterentwickelt und im Institut in Betrieb genommen werden. Durch neue Schnittstellen sowie Anpassungen der Datenmodelle und Ontologien soll die DAP an die vorhandenen Abläufe angepasst werden. Ziel ist es, Daten einheitlich zu erfassen, miteinander zu verknüpfen und für die weitere Nutzung zugänglich zu machen. Das Projekt konnte durch die Teilnahme an einer europäischen Ausschreibung gewonnen werden. Es ist auf zwei Jahre angesetzt.

Zu den Forschungsschwerpunkten des Leibniz-IWT gehören unter anderem die additive Fertigung, Wasserstofftechnologien und die Digitalisierung. Gerade bei experimentellen Untersuchungen stellt sich die Frage, wie die einzelnen Arbeitsschritte und die dabei entstehenden Forschungsdaten einheitlich dokumentiert und für die weitere Nutzung zugänglich gemacht werden können. Hier setzt die Zusammenarbeit mit der DECOIT® an. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts sollen die bislang überwiegend in Laboren und Werkshallen durchgeführten Forschungsabläufe digital abgebildet und die damit verbundenen Informationen strukturiert erfasst werden.

DECOIT® gewinnt Ausschreibung zur Entwicklung modularer DAP-Komponenten
Abbildung: Luftaufnahme des Leibniz-IWT (Quelle: eigene Aufnahme)

Dazu werden gemeinsam mit den wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitenden des Leibniz-IWT verschiedene Forschungsabläufe untersucht und in digitale Workflows überführt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wärmebehandlung von Werkstoffen, die Herstellung metallischer Partikel sowie die Untersuchung von Materialstrukturen. Eine zentrale Rolle wird hierbei die von der DECOIT® zu entwickelnde Software Data Acquisition Pipeline (DAP) einnehmen. Diese wird im Rahmen des Projekts am Leibniz-IWT in Betrieb genommen und an die dortigen Anforderungen und Arbeitsabläufe angepasst. Damit bringt die DECOIT® eine bereits vorhandene Open-Source-Softwarelösung in das Projekt ein, die für die spezifischen Forschungsprozesse des Instituts erweitert wird.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Anpassungen ist die Anbindung der vorhandenen Laborgeräte, Datenspeicher und elektronischen Laborbücher. Hierzu werden entsprechende Schnittstellen angepasst, über die die an unterschiedlichen Stellen entstehenden Forschungsdaten übernommen und zentral bereitgestellt werden können. Darüber hinaus werden die Daten-Mappings und die verwendeten Ontologien an die Forschungsprozesse des Instituts angepasst. Mithilfe von Ontologien und Wissensgraphen lassen sich die verschiedenen Arbeitsschritte, ihre Zusammenhänge und die dabei entstehenden Forschungsdaten einheitlich beschreiben und miteinander verknüpfen. Gleichzeitig sollen die übernommenen Informationen in einheitliche Datenformate überführt werden, um ihre weitere Verarbeitung und wissenschaftliche Nutzung zu erleichtern.

Durch die Digitalisierung werden die Forschungsprozesse langfristig nachvollziehbar dokumentiert und die gewonnenen Erkenntnisse besser zugänglich gemacht. Gleichzeitig wird damit eine gemeinsame Grundlage geschaffen, um die an unterschiedlichen Stellen entstehenden Forschungsdaten miteinander zu verknüpfen und für weitere wissenschaftliche Arbeiten nutzen zu können.

Leibniz-IWT

Seit 1950 beschäftigt sich das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (Leibniz-IWT) in Bremen mit der Erforschung hochbeanspruchter metallischer Werkstoffe sowie der Entwicklung neuer Fertigungsprozesse und optimierter Bauteile. Eine Besonderheit des Instituts ist die enge Zusammenarbeit der fünf Programmbereiche Werkstofftechnik, Verfahrenstechnik, Fertigungstechnik, Materialprüfung und Digitalisierungstechnik. Dadurch können Forschungsfragen entlang der gesamten Prozesskette betrachtet werden, von der Herstellung der Werkstoffe bis hin zur Untersuchung der fertigen Bauteile.